Standort-Benchmark

Weit mehr als ein Vergleich von Kosten oder Arbeitsmarktkennzahlen.

Inhalt eines Standort-Benchmarks

Finanz-Score, Doing Business-Score und Risiko-Score werden zusammengefasst. Aus dem Gesamt-Score ergibt sich ein Ranking über die Regionen. Die Platzierung der Benchmark-Region des zu untersuchenden Werkes kann abgelesen werden. Basierend auf den Zielen des Unternehmens kann aus den umfangreichen Daten abgeleitet werden, welche Regionen bessere Ergebnisse als die aktuelle Region erwarten lassen. Diese Informationen können als Basis für die Weiterentwicklung des untersuchten Standortes (Wachstum, Schrumpfung, Schließung) dienen und sogar als Entscheidungsgrundlage für eine etwaige Standortsuche herangezogen werden. 

Finanz-Score

Die Lohn- und Energiekosten in den Zielregionen werden ermittelt und gegen die Lohnkosten des Unternehmens gespiegelt. Logistikkosten aus dem aktuellen Setup werden mit simulierten Logistikkosten von möglichen Standorten in den Vergleichsregionen verglichen. Weiterhin werden auch Steuereffekte sowie mögliche Staatszuschüsse dargestellt.

Doing Business Score

Eine umfangreiche Analyse in den Bereichen rechtliches und regulatorisches Umfeld, Infrastruktur und Logistik, Arbeitsmarkt und Ausbildung vergleicht die Ausprägung der Region des zu untersuchenden Werkes mit den Vergleichsregionen. 

Risiko-Score

Risiken werden unter folgenden Gesichtspunkten erhoben und zwischen den Regionen verglichen: politische Risiken, ökonomische Risiken, soziale Risiken, geopolitische Risiken, Umweltrisiken, rechtliche und behördliche Risiken.

Projektbeispiele

Landmaschinenkomponenten-Fertigung

Ein Unternehmen betreibt seit mehr als 25 Jahren ein Werk in der Region Mittel- und Osteuropa. Aufgrund politischer Veränderungen kam die Frage aus dem Board, ob das Land grundsätzlich für weitere Investitionen in Frage kommen würde. Wenn nein, was wären Alternativen. Im Benchmark wurden acht Länder verglichen. Im Anschluss wurde der aktuelle Standort mit Landkreisen in fünf anderen Ländern verglichen. Es zeigte sich, dass im aktuellen Land politische Risiken vorhanden sind, aber ansonsten die Bedingungen sehr gut sind. Die Empfehlung war, das aktuelle Werk auf keinen Fall zu verkleinern, eventuell sogar eine Erweiterung in Betracht zu ziehen. 

Elektronik-Fertigung

Kurzfristig ergab sich für das Unternehmen die Möglichkeit, einen Fertigungs-Standort im Westen Rumäniens zu übernehmen. Der Elektronik-Fertiger wollte vor einer eventuellen Übernahme geprüft haben, ob der Standort als zukunftssicher für seine Herstellung gelten kann. Die detaillierte Analyse von mehr als 100 Landkreisen in den Ländern um das Objekt herum ergab, dass die untersuchte Region hohe Lohnsteigerungen und einen überhitzten Arbeitsmarkt aufweist. Das Unternehmen entschloss sich dazu, diese Option nicht zu nutzen und zu einem späteren Zeitpunkt eine Standortsuche zu starten.

Private Equity

Ein Private Equity Unternehmen überlegte, für zwei seiner Beteiligungen einen Campus in Osteuropa zu errichten oder Teile der zwei Beteiligungen bei einem Übernahme-Kandidaten anzusiedeln. Es wurden umfangreiche Analysen über mehrere Länder und darin befindliche Landkreise erstellt. Der Standort des Übernahmekandidaten liegt im Ranking im oberen Mittelfeld. Ausreichend, um die Synergien aus der Übernahme zu nutzen und den Campus dort anzusiedeln.